KONTRAST SOZIALPÄDAGOGISCH BETREUTES WOHNEN

Für junge Volljährige haben wir die Möglichkeit eines Angebotes in Form der sozialpädagogisch betreuten Wohngemeinschaft.
Das Angebot richtet sich an:

  • Jugendliche und junge Erwachsene, die die angestrebten Erziehungsziele der sozialpädagogisch betreuten Jugend-wohngruppe und/oder der Verselbständigungsgruppe größtenteils erreicht haben und für die eine eigene Wohnung den entscheidenden Schritt zur Verselbständigung bedeutet.
  • Junge Menschen (m/w/d) ab ca. 17 Jahren, deren Verbleib in der sozialpädagogisch betreuten Jugendwohngruppe gefährdet ist bzw. aufgrund folgender Aspekte nicht länger sinnvoll erscheint:
  • Gruppenunfähigkeit
  • Entwicklungsstagnation in der Gruppe
  • Individueller Hilfebedarf
  • Junge Menschen (m/w/d), die trotz Volljährigkeit einen Unterstützungsbedarf aufgrund ihrer noch nachreifenden Persönlichkeit sowie seelischer Beeinträchtigungen benötigen, bei denen jedoch eine vollstationäre Regelgruppe zu umfangreich erscheint.
  • Der Fokus kann hier in der eigenständigen Lebensbewältigung aufgrund seelischer Krisen liegen. Die Hilfen richten sich nach §§ 34, 41 SGB VIII und reichen in der Regel bis zum 18. Lebensjahr bzw. bei Bedarf noch in die Volljährigkeit hinein.
    Inhalte und Ziele der Hilfen sind:

    • Problemlösekompetenzen
    • Die Festigung der bereits erworbenen Kompetenzen
    • Die Unterstützung der schulischen und beruflichen Tätigkeiten
    • Sicherung eines stabilen sozialen Netzwerks
    • Unterstützung falls anderer Hilfebedarf auftritt.
    • Die Förderung des eigenständigen Lebens in einer eigenen Wohnung, der
      Alltagsstrukturierung, der Selbstständigkeit und der eigenständigen

    In Einzelfällen ist eine Aufnahme bis weit in das Erwachsenenalter möglich. Dafür erforderlich ist ein multiaxiales psychologisch-psychiatrisches Gutachten, sodass über das 18. Lebensjahr hinaus eine Hilfe nach § 35a SGB VIII gewährt wird. In diesem Fall kommen folgende Themenschwerpunkte hinzu:

    • Erarbeitung einer Verhaltensanalyse zwecks Bearbeitung von Vermeidungsverhalten und Aufbau von Annäherungszielen in Anbetracht der psychischen Beeinträchtigung
    • Psychoedukative Vermittlung und gemeinsame Erarbeitung von Erklärungsmodellen, Bedingungszusammenhängen sowie anamnestisch bedeutsamer und zu bearbeitender Faktoren
    • Einsatz verhaltenstherapeutischer und systemischer Interventionen zwecks Problembewusstsein und Verhaltensänderung
    • Bei Bedarf psychische Stabilisierung mittels Ressourcenerweiterung, Skill-Trainings und Stärkung von Selbsthilfe
    • Konfrontation und Bearbeitung von Sorgen und Ängsten zwecks Stärkung der Problemlösekompetenzen und Reduktion von Resignation und depressiven Mustern

    Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Meyer oder Herrn Göddenhenrich unter 02271 – 98 777 9 0